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Wen ihr nicht verpassen dürft: Overwatch World Cup 2018

Wen ihr nicht verpassen dürft: Overwatch World Cup 2018

Psst. Hey. Wusstet ihr schon, dass nächste Woche die BlizzCon beginnt? Schon aufgeregt? Nein?

Und wie ist es jetzt? Nach unserer Ankündigung des Overwatch World Cup Viewers sind sicherlich Overwatch-Fans auf der ganzen Welt auf der Suche nach einer Entscheidungshilfe. Aus der Sicht welchen Spielers sollte man das epische Aufeinandertreffen der besten Nationalteams der Welt verfolgen? Keine Sorge! Ich habe acht Spieler ausgewählt – einen aus jedem Team – und werde mit nur fünf Sätzen zu jedem von ihnen eure Begeisterung wecken. Schließlich gibt es keine Zeit zu verlieren. Die BlizzCon ist fast da!

Qiulin „Guxue“ Xu, China

Wusstet ihr, dass Guxue mit ganzen 296 Todesstößen mehr davon zu verzeichnet hat als jeder andere Spieler seines Teams? Und wusstet ihr, dass Guxue der einzige Haupttank unter den acht Finalisten ist, dem das gelungen ist? Erreicht hat er diese Leistung mit Reinhardt, Winston, Orisa und Wrecking Ball in Spielen wie diesem hier gegen Team Australien, dem zweiten Team in der Gruppenphase von Bangkok, das sich für die BlizzCon qualifizieren konnte:

Eine einzige Dschungelwut hat drei Todesstöße eingefordert und D.Va aus ihrem Mech geholt – das nenne ich mal „sich bei seinem Team beliebt machen“! Wenn die Chinesen die Welt erobern wollen, muss ihr Haupttank nur weiter solche Leistungen vorweisen.

Liam „Mangachu“ Campbell, Kanada

Ich habe zwei Wörter für euch und eine Zahl: Patch 1.29, Torbjörn. Keinem Spieler traue ich mehr zu, mit seiner Überladung alle Geschütze aufzufahren, als Mangachu mit seinem Paradehelden Torbjörn. Um die Werbetrommel für Team Kanada zu rühren, hätte ich es mir leicht machen und sagen können, dass Lane „Surefour“ Roberts in der Gruppenphase die höchste Todesstoßrate als Widowmaker (13,6 in 10 Minuten) erreicht hat, oder dass die meisten Todesstöße des Teams auf das Konto von Lucas „NotE“ Meissner (199) und Felix „xQc“ Lengyel (172) gehen. Aber dann fiel mir ein, dass Shoutcaster Josh „Sideshow“ Wilkinson noch eine Wette mit Mangachu offen hat: Für jeden Todesstoß mit dem Hammer werden 50 USD für wohltätige Zwecke gespendet. Falls ihr noch mehr Gründe braucht, Mangachu und den frisch überarbeiteten Torbjörn während der BlizzCon zu verfolgen … Sorry, meine Bolzenkanone hat ihre Munition verschossen.

Gael „Poko“ Gouzerch und Benjamin „Benbest“ Dieulefaut, Frankreich

Das ist jetzt ein bisschen geschummelt, aber Poko und Benbest haben beide beeindruckende Statistiken und konnten Team Frankreich so seinen Platz in der Gruppenphase in Paris sichern. Wie auch die Tanks der Kanadier führen diese beiden ihr Team in Sachen Todesstöße an (206 für Poko, 186 für Benbest), wobei aber Benbests Reinhardt der wahre Star der Show ist. Tanklastige Spielzusammenstellungen sind in dieser Meta äußerst beliebt und Benbest ist es gelungen, sein Ultimate schneller aufzuladen als jeder andere in der Gruppenphase. Er brauchte durchschnittlich nur 70 Sekunden, um seinen Erdstoß bereitzumachen.

Jae-Hyeok „Carpe“ Lee, Seong-Hyun „Jjonak“ Bang und Jun-Ho „Fury“ Kim, Südkorea

Wenn ihr euch unseren Ausblick auf das Viertelfinale angesehen habt, werden euch ein paar neue Gesichter im südkoreanischen Kader aufgefallen sein: Byung-Sun „Fleta“ Kim, Tae-Sung „Anamo“ Jung und Fury haben Jong-Ryeol „Saebyeolbe“ Park, Yeon-Jun „Ark“ Hong und Tae-Hong „MekO“ Kim ersetzt. Treue Anhänger von Carpe, Jjonak und Fury wissen, dass diese drei befreundet sind – diese Gruppe, die ich „des Teufels Tri-Stack“ nenne, ist eine Bedrohung für das SN aller anderen Ranglistenspieler. Jetzt, wo sie das erste Mal im selben Team spielen, bin ich extrem gespannt darauf, was sie anstellen werden. Um meinem Hype noch etwas Würze zu geben, biete ich euch hier einen ersten Blick auf einige Statistiken, an denen ich in der Saisonpause gearbeitet habe:

1. Fury gehörte zu den D.Va-Spielern in der Overwatch League, die am schwersten zu töten waren; er steckte durchschnittlich 974 Schaden ein und musste dabei nur 0,33 Tode pro Teamkampf hinnehmen.

2. Jjonak kassierte als Zenyatta mit den meisten Schaden in Teamkämpfen (durchschnittlich 330), starb aber nur 0,53 Mal pro Teamkampf – der viertniedrigste Wert in der Liga. Außerdem verursachte er fast 100 Schaden mehr pro Teamkampf als der zweitplatzierte Zenyatta-Spieler und war der einzige Zenyatta-Spieler, der mehr Todesstöße als Tode in Teamkämpfen verzeichnen konnte.

3. Carpe scheint für Südkorea wirklich häufig als Widowmaker zu spielen, aber das hat seinen Grund. Er war einer von nur drei Widowmaker-Spielern der letzten Saison, die im Durchschnitt mehr als einen Todesstoß pro Teamkampf aufweisen konnten.

(Das waren jetzt mehr als fünf Sätze, aber diese Jungs sind einfach zu gut.)

Indy „Space“ Halpern, USA

Wo wir gerade von „zu gut“ sprechen: Ich glaube, Space könnte sich als unsterblich erweisen. Team USA fand es vielleicht amüsant, seine Teamzusammenstellungen während der Gruppenphasen zu verheimlichen, aber Space verstand beim Spielen seiner D.Va keinen Spaß – er war der Fels in der Brandung für sein Team. Unter den 29 D.Va-Spielern der Gruppenphase konnte er die meisten Todesstöße und Eliminierungen vermelden und hatte gleichzeitig die zweitniedrigste Todesrate (nach dem ersetzen MekO). Solange Fury nicht das Gegenteil beweist, ist Space also der tödlichste und gleichzeitig die am schwersten zu erledigende D.Va-Spieler des World Cups – passend zu einem möglichen Showdown zwischen den USA und Südkorea im Halbfinale.

Eoghan „Smex“ O’Neill, Vereinigtes Königreich

In einer Gruppenphase voller Doppel-Dreier-Zusammenstellungen tat sich Team Großbritannien unter anderem mit dem Einsatz eines klassischen Roadhog-Orisa-Teams hervor. Gelegentlich gönnte sich Isaac „Boombox“ Charles mit Roadhog eine Pause von Zenyatta, ich persönlich finde aber, die Briten spielten ihre beste Hogrisa, wenn Smex seinen D.Va-Mech in der Garage stehen ließ und zum Abschlepphaken griff. Er spielte auf zwei Karten nur insgesamt 12 Minuten mit Roadhog, aber während dieser kurzen Einsätze waren seine Werte phänomenal: 14 Todesstöße, 2,4 Tode und 18 Hakentreffer, alles in 10 Minuten. Und seine Hakentrefferquote lag bei 69 %. Hier ist ein kleiner Eindruck:

Jiri „Linkzr“ Masalin, Finnland

Team Finnland hat mich während der Gruppenphase in Incheon gleich mehrfach überrascht, am allermeisten dabei Linkzr, der mit Tracer großartige Leistungen vorweisen konnte. In 22 Minuten verbuchte er 7 Todesstöße und 1300 Heldenschaden mehr sowie 4 Tode weniger, als seine Ergebnisse in der Overwatch League es hätten vermuten lassen. Ich nehme allerdings an, dass Tuomo „Davin“ Leppänen jetzt, da Team Finnland die Zeit hatte, mit ihm zu trainieren, hauptsächlich für Tracer zuständig sein wird, sodass Linkzr tun kann, was er am besten tut – mit Widowmaker beeindrucken. Erinnert ihr euch an meine Carpe-Statistik weiter oben? Linkzr war einer der beiden anderen Widowmaker-Spieler auf meiner Liste und schaffte durchschnittlich 1,03 Todesstöße pro Teamkampf.

Ashley „Trill“ Powell, Australien

Während ich an diesem Ausblick gearbeitet habe, habe ich Scott „Custa“ Kennedy gefragt, wen aus seinem Team er als den Spieler nominieren würde, der auf der BlizzCon am wahrscheinlichsten alle anderen überschatten wird. Ohne zu zögern antwortete er: „Trill ist bereit für die OWL“ – die Statistiken von Australiens Haupttank für die Gruppenphase in Bangkok scheinen dieser Aussage Recht zu geben. Verglichen mit dem durchschnittlichen Winston-Spieler in der Overwatch League verzeichnete Trill (alle Werte pro 10 Minuten):

  • 3 Todesstöße mehr
  • 1.300 Heldenschaden mehr
  • 1 Dschungelwut-Todesstoß mehr
  • 3 Sprungantrieb-Todesstöße mehr
  • 4 Eliminierungen mehr
  • 1 Tod weniger

Trills bisherige Gegner mögen vielleicht nicht so hart gewesen sein wie die, auf die er in der Overwatch League treffen würde, aber er wird Gelegenheit haben, sich gegen einen wahren Giganten zu beweisen, wenn Australien im Viertelfinale auf Südkorea trifft.

Ich habe euch acht Spieler vorgestellt, denen ihr während der BlizzCon zuschauen könnt, aber Tatsache ist, dass sich mehr als 50 Profis aus der ganzen Welt auf der größten Bühne überhaupt zusammenfinden werden. Jeder von ihnen bietet euch seine eigene Kameraperspektive. Warum also solltet ihr auf mich hören? Ihr könnt zuzusehen, wem auch immer ihr möchtet, egal aus welchem Grund. Schließlich zählt am Ende ja nur, dass wir herausfinden, in welchem Land das beste Overwatch der Welt gespielt wird – diskutieren können wir dann hinterher.

Ben „CaptainPlanet“ Trautman erstellt Statistiken für den Overwatch League Global Broadcast. Folgt ihm auf Twitter und macht euch bereit für die Top 8 des Overwatch World Cups dieses Wochenende auf der BlizzCon.

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