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Die heldenhafte Geschichte von Marcin Rausch

Die heldenhafte Geschichte von Marcin Rausch

Marcin „Ganisz“ Rausch ist der Gründer der Academic League, heute als T-Mobile Academic League (oder TMLA) bekannt, der größten universitären Esportsliga in Polen. Nach einer erfolgreichen ersten Saison ist T-Mobile als Sponsor mit der Organisation eine Partnerschaft eingegangen, um Brücken zwischen den Communitys von Esports und von Universitäten zu bauen. Rausch hofft, dass die Liga Studenten zusammenbringen kann, um bedeutende Beziehungen zu entwickeln, wenn sie für die Teams ihrer Unis spielen oder sie anfeuern. Für ihn gibt es keinen Grund, warum Universitäten in Polen nicht ebenso von den Werbemöglichkeiten profitieren sollten, die universitäre Esportsprogramme in anderen Ländern schaffen.

Wir haben mit Rausch über seine Erfahrungen bei der Gründung der TMLA, seine Zukunftsvorstellungen für die Liga und seine Liebe zu Overwatch gesprochen.

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F: Erzähl uns, warum du die TMLA gegründet hast.

Rausch: Ich bin schon seit meiner Kindheit ein Gamer und habe seit The Lost Vikings Blizzard-Spiele gespielt, als die Firma noch Silicon & Synapse hieß. Ich habe das Wachstum von Esports mitverfolgt und immer davon geträumt, nicht nur als Zuschauer daran teilzunehmen, sondern als jemand, der aktiv die Szene in Polen mitgestalten kann.

Weil ich keine professionelle Liga gründen konnte (und es bereits einige etablierte Organisationen gab, die daran arbeiteten), beschloss ich, mir meine eigene Nische zu suchen. So bin ich zur akademischen Gemeinschaft gelangt. Die Studienzeit gehört zu den besten Zeiten im Leben der Polen, und Studenten sind allgemein aufgeschlossen und bereit, Neues auszuprobieren. Diese Einstellung und die Ressourcen der polnischen Universitäten – ganz zu schweigen vom wachsenden Interesse an Esports – waren für mich wegweisend. Dass die TMLA die universitäre Esportsszene mitbegründet hat, ist für mich ein erfüllter Traum!

F: Warum hast du beschlossen, Overwatch in die TMLA zu integrieren?

Rausch: Meine Entscheidung, in der TMLA eine Overwatch-Saison einzuführen, war im Grunde genommen der erste Kontakt des Spiels mit der universitären Esportsszene in Polen. Ich hatte mich gefragt, wieso es davor so wenige Overwatch-Events gab, aber davon ließ ich mich nicht abhalten. Schlussendlich konnten wir 16 Teams aus dem ganzen Land zusammenstellen, die um den Titel der Universitätsmeister von Polen angetreten sind. Ich habe viel Arbeit hineingesteckt, würde mich aber ungemein freuen, wenn unser Erfolg Andere dazu motivieren könnte, eine Karriere im Esports in Overwatch zu verfolgen, egal, wo sie leben und ob es bereits eine etablierte Szene gibt.

F: Was sind deine Ziele für die TMLA?

Rausch: Ich möchte die TMLA als Organisation und ihren potenziellen kulturellen und sozialen Einfluss weiterentwickeln. Die Liga selbst ist nur ein Teil des Ganzen. Ich denke außerdem viel darüber nach, wie sie die akademische Gemeinschaft und die Leitung der Universitäten beeinflussen kann. Alles, was wir bislang aufgebaut haben – einschließlich der sozialen Infrastruktur für diesen universitären Esports, der direkt mit Universitäten zusammenarbeitet –, ist erst der Anfang. Die TMLA ist noch nicht einmal ein Jahr alt!

Ich würde irgendwann gerne die Liga auf andere Länder als Polen ausweiten, aber das ist ein langfristiges Ziel. Ein einfacher zu erreichendes ist, sicherzustellen, dass die Teilnahme an der TMLA eine unvergessliche und einzigartige Erfahrung für jeden unserer Spieler ist. Ich hoffe, dass eines Tages aufgrund unserer Anstrengungen Universitäten ihre Studenten direkt mit Stipendien und anderen Anreizen unterstützen.

Mein Ziel ist, dass die TMLA eine Organisation frei von Vorurteilen und Abgrenzungen ist, an der jeder Student ungeachtet von Herkunftsland, Geschlecht oder Universität teilnehmen kann. Frieden, Liebe und Esports!

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F: Wie können deiner Meinung nach Overwatch und deine Arbeit mit der TMLA andere Menschen beeinflussen? Oder die Welt verändern?

Rausch: Ich bin mir sicher, dass wir das können! Eines der wichtigsten Ziele der TMLA ist die Fortentwicklung von universitärem Esports in Polen. Dazu gehört, dass wir alte Klischees einreißen und den Universitäten Esports als moderne Art des Wettkampfs präsentieren, der von Behörden gleichermaßen wie traditionelle Sportarten betrachtet und unterstützt wird.

Wenn wir die TMLA auf andere Länder ausdehnen könnten, lässt sich diese Idee noch weiter verbreiten.

F: „Die Welt braucht mehr Helden.“ Was bedeutet das für dich?

Die Welt kann ein ziemlich ungemütlicher Ort sein. Menschen können bösartig sein. Das Leben selbst kann unerträglich sein. Deshalb brauchen wir Helden. Und ich spreche nicht von Superman – ein Freund, der einem die Hand reicht, wenn das niemand sonst machen will, ist genauso ein Held. Das Leben ist die Gesamtheit der unzähligen kleinen Dinge, die wir füreinander tun. Und das ist genau die Art Heldenmut, die wir jeden Tag brauchen.

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