Hearthstone

Erfolge freigeschaltet

Erfolge freigeschaltet

Um einige der schwierigeren Erfolge in Hearthstone abzuschließen, braucht man Glück, Geschick und fast schon übermenschliche Willensstärke. „Perfekter Duellmeister“ und „Perfekter Gladiator von Azeroth“ zählen dabei zu den allerschwierigsten Erfolgen! Für diese Erfolge muss man mit allen 10 Klassen im Duellmodus bzw. in der Arena je eine Runde mit dem Ergebnis 12:0 abschließen. Das sind die zwei am seltensten freigeschalteten Erfolge in ganz Hearthstone. Nur die talentiertesten und hartnäckigsten Spieler konnten einen davon abschließen. Wir haben mit den Spielern gesprochen, die sie als erste Spieler weltweit freischalten konnten. Finden wir also heraus, wie sie sich diese exklusiven Titel sichern konnten.

Die schnellsten Erfolgsjäger der Welt

Aleksey „ShtanUdachi“ Barsukov ist ein langjähriger Profispieler und Streamer aus Russland. Er hat an der Hearthstone World Championship 2017 und an vielen anderen großen Turnieren teilgenommen, bevor er seinen Fokus auf seinen russischsprachigen Stream legte, dem mittlerweile fast 100.000 Fans folgen.

„Am Anfang meiner Karriere habe ich viel in Modi mit selbstgebauten Decks und auf Turnieren gespielt. Ich war 13 Saisons in Folge unter den 100 besten Spielern im gewerteten Modus und hatte einige gute Turnierergebnisse, aber dann kam der Erfolgsdruck, also wollte ich eine Pause einlegen“, so ShtanUdachi. „Ich habe schon immer viel Arena gespielt. Sogar, als ich vor allem im gewerteten Modus unterwegs war, habe ich Arena gespielt, wenn ich nicht gerade trainiert habe. Vor Jahren habe ich gleichzeitig im Modus „Spielen“ und in der Arena 10.000 Siege erreicht. In den vergangenen paar Jahren habe ich mich aber hauptsächlich auf die Arena und den Schlachtfeldmodus konzentriert.“ Ihm gefällt der Zufallsfaktor in diesen Modi, der für ihn auch nach Abertausenden Partien noch für Abwechslung sorgt, „aber es gibt trotzdem eine Meta, die man erlernen und sich so einen Vorteil verschaffen kann.“

ShtanUdachi erzählt, dass sich letzten Dezember als Ziel gesetzt hat, als erster Spieler den Erfolg „Perfekter Gladiator von Azeroth“ zu erreichen.

Der Spieler Matthew „UOtterKnow“ Taylor kommt aus den USA. Er ist kein Profispieler oder Streamer, sondern einfach nur ein Typ, der dieses Spiel liebt. Er spielt viel und ist auch gut, aber er hätte nie gedacht, dass er als erster Spieler der Welt den Erfolg „Perfekter Duellmeister“ abschließen würde. Erst im März, nachdem das Mini-Set: Das Dunkelmond-Rennen zur Kartenauswahl hinzugefügt worden war und jede Klasse ihre dritte Heldenfähigkeit erhalten hatte, machte er sich auf die Jagd nach dem Erfolg:

„Ich finde es urkomisch, [dass ich der weltweit erste war]. Wegen der Pandemie war es eine gute Gelegenheit, zu Hause zu bleiben und Videospiele zu spielen. Außerdem lebe ich jetzt in Minnesota, also habe ich mich auch im Winter so richtig verkrochen. Aber trotzdem habe ich nie damit gerechnet, als weltweit erster Spieler den Erfolg freizuschalten.“

Diese beiden Spieler trennen zwar völlig unterschiedliche Umstände und Erwartungen, aber trotzdem haben sie beide ihr Ziel auf ähnliche Weise erreicht.

Maßstäbe setzen

„Zunächst dachte ich, 12:0 würde nie passieren“, so Matthew. „Ich spiele viel Arena und habe es hin und wieder gerade so in die Bestenliste geschafft – ich bin ziemlich gut, zähle aber bestimmt nicht zu den besten Spielern. In diesem Modus konnte ich zwar einigermaßen oft 12 Siege erreichen, aber nur sehr selten 12:0.“ Matthew fragte sich, wie er sein Können aus der Arena auf den Duellmodus übertragen könnte.

Seine Strategie war es, zunächst auszuprobieren, ob der Erfolg überhaupt machbar ist, und dann alles daran zu setzen, ihn zu erreichen. „Ich habe mir als Ziel gesetzt, 12 Siege zu erreichen, nichts weiter. Dabei habe ich nicht einmal wirklich ein 12:0 verfolgt, ich wollte nur sehen, ob es möglich war. So habe ich 12:0 mit Druide und Schurke erreicht und langsam wurde mir klar, dass der Erfolg viel realistischer war, als ich anfangs gedacht hatte. Und je weiter man mit jedem Durchlauf kommt, desto besser kann man sich für zukünftige Versuche vorbereiten. Schließlich wird man einerseits selbst mit seiner Klasse vertrauter und andererseits sieht man, was andere Leute machen, um bei ihren Durchläufen erfolgreich zu sein.“

ShtanUdachi hingegen ging diese Herausforderung mit dem Selbstbewusstsein eines Spielers an, der bereits Zehntausende Arenapartien gewonnen hatte. Dank seiner Erfahrung war ihm klar, dass das kein Kinderspiel sein würde. „Zunächst habe ich immer die beste angebotene Klasse gespielt, bis ich mit ihr ein 12:0 erreicht hatte. Pro Tag habe ich ungefähr zwei Decks gespielt … Die ersten sechs Helden konnte ich ziemlich schnell abschließen, in einem Monat oder zwei. Wenn aber nur noch wenige Klassen übrig sind, wird es schwierig. Nicht nur, weil man sie nicht immer zur Wahl hat. Man fragt sich, ob man vielleicht nicht gut genug ist, oder ob es mit dieser Klasse schlicht unmöglich ist. Das hat am längsten gedauert. Für meine letzte Klasse habe ich fast so lange gebraucht wie für meine ersten sechs.“

Risiken eingehen

Im Duellmodus gibt es bestimmte Klassen und Decks, mit denen man zwar zuverlässig gute Ergebnisse erzielen, aber es nur schwer an die Spitze schaffen kann. „Das Schräge bei der Jagd nach einem 12:0 mit jeder Klasse war, dass ich es mit dem Hexenmeister zuletzt geschafft habe, obwohl diese Klasse damals meiner Meinung nach zu den stärksten gehörte. Ich habe heroische Duelle gespielt, bis ich das ganze Set hatte. In dieser Zeit habe mit dem Hexenmeister immer wieder ungefähr 7 Siege geschafft, aber 12:0 hat richtig lange gedauert.“

Matthew fand heraus, dass er sich zum einen für Hexenmeister und zum anderen beim Deckbau insgesamt zu stark darauf konzentrierte, die Pläne seiner Gegner zu durchkreuzen, statt seinen eigenen Plan zu verfolgen.

Er beschloss, auf der Jagd nach dem 12:0 mit jeder Klasse beim Deckbau Risiken einzugehen. „Ich habe an ein paar Klassen einige Anpassungen durchgeführt, nach dem Prinzip ‚alles oder nichts‘. Wenn man ein 12:0 erreichen will, muss man sein Deck so erstellen, dass man es wirklich ausnutzen kann, wenn man mit etwas Glück die richtigen passiven Schätze und die richtigen Auswahlgruppen erhält.“

Auch in der Arena muss man gewisse Risiken eingehen, allerdings kann man oft nicht selbst entscheiden, wann. ShtanUdachi erzählt, dass er ganz einfach bei der Auswahl seiner Starthand aggressiv war und riskant gespielt hat, wenn er mal ein gefühlt schlechtes Deck zusammengestellt hatte. „Die Hälfte dieser 12:0-Decks hat anfangs nicht besonders gut ausgesehen.“ Außerdem empfiehlt er Spielern, die selbst diesen Erfolg erreichen wollen, eine gute Menge Geduld. „Das wird auf keinen Fall schnell gehen. Wenn man es nicht eilig hat, kann man einfach jede neue Meta im Blick behalten, um herauszufinden, welche Klassen gerade besonders stark sind, und diese drei oder vier Klassen spielen.“ Anders gesagt solltet ihr euch laut ShtanUdachi von der Meta und euren Decks leiten lassen.

Richtig Arbeit reinstecken

Die Anzahl der Durchläufe für den Duellmeister-Erfolg hing stark von den Klassen ab. Mit einigen Klassen schaffte es Matthew sehr schnell, mit anderen brauchte er mehrere Anläufe. Im Durchschnitt musste er es pro Klasse ungefähr zehnmal probieren. Für die schwierigeren Klassen empfiehlt er, sie in normalen Duellen auszuprobieren, damit man von vorne anfangen kann, wenn man nicht die richtigen Karten und Schätze erhält.

„Was ShtanUdachi geschafft hat, wirkt für mich unmöglich“, so Matthew, „schließlich kann man im normalen Duellmodus einfach neu beginnen, wenn man nicht bekommt, was man braucht. In der Arena dagegen muss man schlechtere Decks bis zum Ende spielen, wenn man nicht gerade haufenweise Gold hat, um vorzeitig aufzuhören. Das kann ewig dauern.“

Ungefähr so lief es auch für ShtanUdachi. Er versuchte, mit schwächeren Decks trotzdem zu gewinnen, um seine Arenazugänge nicht sinnlos zu verlieren. Nach ein paar abgeschlossenen 12:0-Runden wurden ihm aber hin und wieder Arenarunden mit drei Helden angeboten, mit denen er es bereits geschafft hatte. Also beendete er diese Runden sofort, um beim nächsten Mal hoffentlich einen Helden zu erhalten, den er noch brauchte. Letztendlich dauerte es ungefähr vier bis fünf Monate, bis er sein Ziel erreicht hatte.

Der Mühe Lohn

Für Matthew ist der Erfolg – und die Tatsache, dass er ihn als erster Spieler der Welt freigeschaltet hat – Belohnung genug. Nach dieser Herausforderung ist er immer noch derselbe: ein einfacher Fan, der Hearthstone liebt, viel spielt und gut darin ist. Aber jetzt hat er die Gewissheit, dass er im Spiel einen dauerhaften Abdruck hinterlassen hat, und das sogar, ohne ein Profi zu sein.

ShtanUdachi hat seinen Erfolg mit seiner Community und mit Reddit geteilt, war sich aber erst später sicher, dass er der weltweit erste Spieler war. „Nach dem Beitrag auf Reddit hat sich niemand gemeldet, der den Erfolg auch freigeschaltet hatte, also ging ich davon aus, dass niemand so viel Arena gespielt hatte wie ich, um ihn zu erreichen. Dann wurde mir bestätigt, dass ich zu diesem Zeitpunkt der erste Spieler der Welt mit diesem Erfolg war.“ ShtanUdachi erzählt, dass es sich richtig cool anfühlte, als er diese Bestätigung erhielt, und dass diese Leistung zu seinen größten Errungenschaften in Hearthstone zählt.

Beide Spieler freuen sich auf die nächsten Herausforderungen und Erfolge, die ihnen das Spiel bieten wird.

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