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Wie Viper mit seinem Peanut-Schamanen die Meta aufgemischt hat

Wie Viper mit seinem Peanut-Schamanen die Meta aufgemischt hat

Torben „Viper“ Wahl war einer von nur vier Spielern, die kein Jäger- oder Paladindeck zu den HCT Europe Winter Playoffs mitgebracht haben. Und wie die Ironie so spielt, war er schlussendlich auch einer von nur vier Spielern, die sich am Ende für die HCT Winter Championship qualifizieren konnten.

Diesen Erfolg verdankt er zum Teil einem selbst zusammengestellten Schamanendeck, das er gemeinsam mit Felix „kolmari“ Baum entwickelt hat. „Im Kern ist es ein Kontrollschamane“, erklärt Viper. „Am ehesten kann man das Deck mit Ungerader Krieger vergleichen. Ungerader Krieger ist nicht totzukriegen und vernichtet ganz einfach alles, was der Gegner aufs Spielbrett bringt. Und irgendwann hat ein Ungerader Krieger noch Karten übrig und der Gegner nicht mehr. Bei diesem Schamanendeck läuft es auf dasselbe hinaus.“

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Peanut-Schamane strotzt nur so vor wilden Interaktionen und Kombinationen. Man kann Unheimliche Visionen und danach Krag'wa der Frosch spielen. Mit Zola die Gorgone kann man Elise die Entdeckerin kopieren, um noch mehr Karten ins Deck zu mischen – und anschließend noch mehr mit Grauselhurz. Oder man nutzt Zola, um Krag'wa zu kopieren, und spielt dann Grauselhurz, um noch mehr aus dem Frosch herauszuholen.

Mit seinen insgesamt neun legendären Dienern (davon mindestens einer aus jedem aktuell im Standardformat spielbarem Set) ist Peanut-Schamane nicht gerade ein billiges Deck. Laut Viper könnte man aber einige Karten durch günstigere Alternativen ersetzen. „Alle legendären Schamanendiener sind sehr besondere Karten, die nicht wirklich aus dem Deck wegzudenken sind“, so Viper. „Man könnte Zola, Elise, Keleseth und Zilliax mit zwei Seherinnen der Baumbrenner und zwei Zwielichtdrachen ersetzen. Das ist wahrscheinlich die beste Alternative.“

Peanut-Schamane verliert in den meisten Fällen gegen Decks, die ihre Gegner in einem Zug vernichten, wie zum Beispiel Mecha'thun-Decks, OTK-Paladin, APM-Priester. Gegen aggressive Decks hat es der Peanut-Schamane viel leichter, weil eurem Gegner vor euch die Karten ausgehen. In solchen Begegnungen empfiehlt euch Viper, mit einem Deck wie Peanut-Schamane in so gut wie jedem Zug die defensivste Variante zu wählen.

Wenn ihr dieses Deck erfolgreich spielen wollt, müsst ihr bei der Auswahl eurer Starthand gut achtgeben. „Ihr solltet euch zu Beginn gut überlegen, wie ihr gegen andere nicht so aggressive Decks mit diesen Kontroll- oder Erschöpfungsdecks spielt“, so Viper. „Zum Beispiel: ‚Ich sollte diese Karte gegen diese bestimmte Karte verwenden‘, oder: ‚Ich sollte in dieser Situation Vulkan spielen, ich sollte mir Verhexung für diese Karte aufheben.‘ Manchmal muss man von solchen Plänen abweichen, aber es hilft auf jeden Fall, sich schon von Anfang an Gedanken zu machen. Oft reichen nämlich 70 Sekunden pro Zug nicht aus, alle Möglichkeiten im Kopf durchzuspielen.“

Der Erfolg von Peanut-Schamane in den HCT Winter Playoffs zeigt, dass ihr ruhig spielen könnt, wovon ihr selbst überzeugt seid, egal, was andere Spieler davon halten. „Ich bin immer sehr nervös, aber das legt sich langsam“, erzählt Viper. „Besonders wenn ich Decks wie diesen Schamanen mitbringe, von dem jeder auf den ersten Blick behauptet, dass es ein schlechtes Deck ist. Ich bringe einfach die Decks mit, die ich selbst am besten finde, und ich habe keine Angst davor, was andere Leute davon halten. Wenn ich damit erfolgreich bin, ist mir wirklich egal, was Andere zunächst darüber denken.“

Drei Spieler haben Versionen von Vipers Peanut-Schamanendeck letztes Wochenende zu den Playoffs der Region Amerika mitgebracht, waren aber mit ihnen nicht erfolgreich. Dieses Wochenende wird es nur Jihwan „DacMalza“ Hwang bei den Playoffs der Region Asien-Pazifik spielen. Wird es ihn ebenso wie Viper zum Sieg führen? Findet es heraus, wenn die Übertragung am kommenden Samstag, dem 26. Januar um 2:45 Uhr MEZ auf twitch.tv/playhearthstone beginnt.

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